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Alghero... zwischen meer und geschichte

Die befestigte Stadt Alghero wurde am Meer erbaut, und vom Meer hat sie auch ihren Namen.

Man nimmt an, er stamme von dem vielen Mittelmeer-Neptungras, das nach hohem, durch den Libeccio-Wind verursachtem Seegang an der sandigen Küste angespült wird. Das Neptungras wird nämlich fälschlicherweise als „Algen“ bezeichnet. Die Stadt, Hauptstadt der Riviera del Corallo (Korallenküste, auf Katalanisch und in der Mundart Algheros Rada de Coral genannt) liegt in einer sehr interessanten landschaftlichen Umgebung, zu welcher der Naturpark von Porto Conte und der Meerpark Capo Caccia-Isola Piana gehören.

Das Schmuckstück der zum Meer gelegenen Altstadt mit ihren Bauten und schönen Plätzen ist die Isola (Insel). Alle Orte und Eindrücke zeugen von einem langen, vielschichtigen kulturellen Prozess im Zusammenhang mit der politischen, sozialen und wirtschaftlichen Geschichte Sardiniens. Die Stadt wurde von der Genueser Familie Doria etwa vor neun Jahrhunderten auf einer mehrere Hektaren breiten Halbinsel gegründet. Die Wahl des Ortes war nicht zufällig: Er war vom Meer her durch heute noch sichtbare hohe Mauern und tückische Untiefen unbezwingbar, denn es war sogar für mittelgroße Schiffe unmöglich, sich der Stadt auf Kanonenschussweite zu nähern. Alghero war in mehreren Phasen sowohl gegen das Landesinnere als auch zum Meer hin hervorragend befestigt worden.

Das zunehmende Wachstum der Stadt machte es notwendig, die von Mauern geschützten Stadtteile zu erweitern. Im folgenden Jahrhundert wurde Alghero von den Katalanen-Aragoniern erobert, die am 31. August 1353 in die Stadt einzogen. Im Jahr darauf wurde die Stadt von Leuten neu bevölkert, die aus verschiedenen katalanischen Gegenden stammten. Seither bewahrt Alghero di Sprache und die Traditionen dieses Volks und der iberischen Halbinsel, mit der die Stadt einen lebhaften, regen Austausch pflegt. Daher ist ein Besuch Algheros nicht einfach ein Ausflug, sondern ein geschichtlich hochinteressantes und eindrückliches Erlebnis: die Baudenkmäler, Kirchen der Altstadt, eingeklemmt zwischen imposanten Türmen und Bastionen, die herrschaftlichen Wohnsitze und besonders die schlanken Glockentürme der Kathedrale S. Maria und der Kirche S. Francesco besitzen heute noch eine deutliche gotisch-katalanische Prägung.
„Barceloneta“, so nennen die katalanischen Einwohner Alghero liebevoll, mit ihrem Meer, ihrer Geschichte und ihren Leuten wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur ersten Hauptstadt des sardischen Tourismus und ist heute noch die Stadt mit den größten touristischen Potentialitäten Sardiniens.

Alghero hat eine sehr vielfältige Naturlandschaft – Strände mit feinem Sand kommen genau so vor wie Riffe und mit flachen Steinen und zerklüftete Klippen. Sehr beliebt wegen des Panoramas ist das Vorgebirge von Capo Caccia mit seinem mittlerweilen berühmten Kliff in der Form eines schlafenden Riesen, der zu einem der Wahrzeichen Algheros geworden ist, gemeinsam mit der kostbaren roten Koralle der feinsten Qualität. Sie wird heute noch von Korallentauchern gefischt – eine Tätigkeit, die, zusammen mit der Verarbeitung und dem Verkauf, seit Jahrhunderten eine so große wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung hat, dass sogar ein Korallenast ins Stadtwappen eingefügt wurde.

Im Hinterland, umrahmt von schönen Weinbergen, befindet sich das Unterirdische Grabfeld von Anghelu Ruju, dessen Gräber eine der wichtigsten Anlagen von  domus de janas der Insel darstellen. Die archäologische Stätte ist vom 1. April bis am 31. Oktober täglich von 9:00 bis 17:00 geöffnet.

Nur 8 km vom Camping-Feriendorf Torre del Porticciolo entfernt kann man das Nuraghe-Dorf Palmavera besichtigen. Die aus dem 13. Jh. v.Chr. stammende Anlage besteht aus einem zentralen Turm, der von einer ellipsenförmigen Festung eingeschlossen wird, und einem ausgedehnten Dorf mit Hütten und niedrigen Mauern. Die archäologische Stätte ist vom 1. April bis am 31. Oktober täglich von 9:00 bis 19:00 geöffnet

Sito realizzato con finanziamenti dell'Unione Europea e con il supporto della Regione Autonoma della Sardegna.
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Credits: Mentefredda - Web marketing turistico

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